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Rennsteig Tag 5: Von Waldromantik, Hagel-Timing und der magischen Kilometer-Grenze

Hagel im Nacken, aber die Füße im Trockenen: Die heutige Etappe von Masserberg nach Neuhaus am Rennweg war landschaftlich zahm (400 Hm rauf, 500 Hm runter), hatte es wettertechnisch aber in sich. Punktlandung in Neuhaus – erst als ich unter Dach und Fach war, öffnete der Himmel seine Schleusen.

Neuhaus selbst ist ein funktionaler Kontrast. Wer die einsamen Waldhotels und urigen Dörfer der letzten Tage liebt, kriegt hier mit DDR-Charme und Gewerbegebieten einen kleinen Dämpfer in Sachen Rennsteig-Romantik. Dafür punktet die Stadt mit harter Infrastruktur: Nur 300 Meter vom Steig entfernt gibt es alles, was das Wanderer-Herz zur Regeneration braucht.

Das Learning für Weitwanderer: Wenn du – wie ich für meine kommenden Projekte – das Wandern mit dem Arbeiten verbinden willst, liegt die Wohlfühlzone bei maximal 25 Kilometern am Tag. Alles darüber hinaus schluckt die Zeit, die man für Regeneration oder den Laptop braucht.

120 Kilometer liegen hinter mir, die letzten 50 vor mir. Morgen wartet die Königsetappe mit satten 36 Kilometern nach Blankenstein. Der Wecker steht auf 05:00 Uhr, die Beine sind versorgt, das Wärmepflaster sitzt. Endspurt!


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