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Wenn das „Remote Setup“ plötzlich 40 cm Matratzenbreite bedeutet…

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe Herausforderungen und die absolute Ortsunabhängigkeit. Aber die letzten Tage im Wettersteingebirge haben das Wort „Flexibilität“ noch mal völlig neu definiert.

Hier ist das Update von meinem Weg Richtung Zugspitze:

Tag 1 (Hohenfeldernalm -> Gaistalalm über Rotmoosalm): Landschaftlich ein absoluter Traum, aber der Aufstieg (1000m hoch, 1200m runter) hat mir mal wieder gezeigt, dass meine Beine noch ein Wörtchen mit mir zu reden haben. Highlight: Die steinerne Hütte auf 1925m – urgewaltig, direkt in den Fels gebaut. Luxus? Fehlanzeige. Keine Duschen, stattdessen abends die erfrischende Ganzkörperwäsche im eiskalten Gebirgsbach. Berliner Abhärtung pur. Leider mussten wir auch den ersten Verlust beklagen: Unser Gruppenmitglied Olaf ist gestürzt, hat sich den Knöchel verletzt und musste die Tour abbrechen. Gute Besserung von hier oben!

Tag 2 (Gaistalalm über die steinerne Hütte zur Knorrhütte): Heute ging es ans Eingemachte. 1075m reiner Aufstieg, T3-Gelände, teilweise seilversichert, Kletterpassagen und Schotterfelder mit echter Absturzgefahr. Und am berüchtigten „Gatterl“ (der Grenze zwischen Österreich und Deutschland) das nächste Drama: Iris hatte in der Klamm einen Blackout und blockierte komplett. Sicherheit geht vor – unser Bergführer hat sie zurückgebracht und sie musste den Abstieg nach Ehrwald antreten. Plötzlich waren wir nur noch zu fünft.

Der aktuelle Status auf 2052 Metern Höhe: Wir haben die Knorrhütte erreicht! Die Zugspitze ist in Sichtweite. Komfort-Update: Das hier ist ein XXL-DAV-Massenlager. Die Hütte ist komplett ausgebucht. Mein „Büro“ für die Nacht? Eine 40 cm breite Matratze im Doppelstockbett. Dagegen ist jede Berliner U-Bahn zur Rushhour ein Tanzsaal.

Die Beine brennen, der Sonnenbrand auf den Schultern lässt zum Glück langsam nach, aber die Stimmung im Rest-Team ist gigantisch.

Mein Learning für den Business-Alltag: Egal wie gut der Plan ist – am Berg und im Unternehmen musst du dich auf das Unerwartete einstellen, als Team füreinander einstehen und im richtigen Moment die Komfortzone nicht nur verlassen, sondern komplett abreißen.

Morgen geht’s weiter hoch. Drückt die Daumen, dass der Akku hält und die Beine mitmachen!

Schöne Grüße aus der Höhe, Sebastian

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