Wer behauptet, Brandenburg sei bretteben und tauge nur zum Spazierengehen mit Rollator, hat die Märkische Schweiz noch nie von unten nach oben gesehen.
Heute ging es mit der Na-Tour-Gruppe des DAV Berlin auf den Turmwanderweg von Bad Freienwalde nach Falkenberg. Knapp 17 Kilometer, drei erklommene Aussichtstürme – und eine echte Skischanze mitten im märkischen Forst. Offenbar nehmen wir Brandenburger Adler das mit dem Höhenflug doch wörtlicher als gedacht.
Am Ende standen knapp 500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg auf der Uhr. Für unsere Verhältnisse absolut hochalpin – kurz vor Steigeisenpflicht, nur eben bei feinstem Spätsommerwetter und ohne Murmeltiere. Das sogenannte Bad Freienwalder Turm-Diplom ist damit zwar noch in Arbeit, aber die Waden melden bereits Vollzug.
Genau das richtige Training für den Kopf und die Ausdauer: Schreibtisch gegen Trail tauschen, einmal tief durchatmen und feststellen, dass Abenteuer selten mehr als eine Bahnfahrt vom Berliner Hauptbahnhof entfernt liegen.
Nach dem märkischen Hochgebirge folgt nächste Woche der Kontrast: Da geht es auf den Jakobsweg Richtung Kyritz. Mal sehen, ob die brandenburgische Pilgerruhe hält, was sie verspricht – oder ob die nächste Steigung schon wieder lauert.
Wann habt ihr das letzte Mal die vertrauten Pfade verlassen und euch vor der eigenen Haustür komplett verschätzt?
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