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Pilgern für Fortgeschrittene…

Wenn die offizielle Tour 12 Kilometer vorsieht, kann man die Anreise von Kyritz nach Wusterhausen natürlich mit der Bahn machen – oder man läuft die Strecke einfach schon mal vorab zu Fuß.

Gestern ging es für mich auf den Brandenburger Jakobsweg (Abschnitt des Pilgerwegs Berlin – Bad Wilsnack) gemeinsam mit der DAV-Wandergruppe Edelweiß.

Mein persönlicher Streckenplan:

Etappe 1 (Solo): Auto in Kyritz abgestellt und morgens entspannt nach Wusterhausen/Dosse gewandert. Schöne Feld- und Waldwege, um den Kopf frei zu bekommen.

Etappe 2 (Gruppe): Ab Bahnhof Wusterhausen gemeinsam mit der DAV-Gruppe im feinsten Spätsommerwetter (22 °C, Sonne-Wolken-Mix) am Kyritzer Untersee entlang zurück nach Kyritz.

Kultur, Waldgold & ein Hauch preußischer Humor Neben den eindrucksvollen Kirchenbauten – insbesondere St. Peter und Paul in Wusterhausen – bot der historische Stadtkern von Kyritz ein echtes Highlight für Freunde alter Fassadeninschriften: Auf dem Marktplatz stolpert man direkt über die historische Aufschrift einer ehemaligen „Königlichen privilegierten Apotheke & Drogenhandlung“. Man wusste damals eben noch, wie man Dinge ungeschminkt beim Namen nennt.

Das eigentliche Tages-Upgrade lieferte aber der märkische Waldboden: Zwei prächtige Krause Glucken und ein makelloser Steinpilz haben den Weg in den Rucksack gefunden. Das Abendessen für heute ist also gesichert.

Am Ende standen knapp 25 Kilometer auf der Uhr. Genau der richtige Auftakt, um die herbstliche Wandersaison in Brandenburg einzuläuten. Draußen unterwegs sein, Natur genießen und den Kopf durchpusten lassen – besser geht ein Samstag kaum.

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