Während Moritz nach 4–5 Jahren Hallenbouldern im Ostbloc Berlin heute den Realitätscheck am echten Fels angetreten hat (Outdoor-Einführungskurs im Okertal – Granit pur, echtes Sichern, keine weichen Weichbodenmatten für die Landung), habe ich die Zeit genutzt, um den Harz zu Fuß auf Herz und Nieren zu prüfen.
Das Tagesprogramm:
Einmal Halberstadt und die Harzer Berge komplett umrundet.
Knapp 32 km. Gut 600 Höhenmeter – selbstredend nur bergauf, wie sich das für ordentliches Training gehört.
Die Highlights zwischen Spätsommer und Stein:
5:30 Uhr am Halberstädter See: Kurzer Schreck am Morgen – geht da schon die Sonne auf? Nein, nur der Vollmond in voller Pracht überm Wasser. Grandioser Start direkt vom Campingplatz.
Jagdschloss Spiegelberge & Co.: Ein echter Hingucker, garniert mit Bismarckturm, Eremitage und einem fast schon märchenhaften kleinen Knusper-/Rotkäppchen-Häuschen mitten im Wald.
Geologische Lektion: Fels ist nicht gleich Fels. Die Granitformationen laden ein zum Kraxeln – die Sandsteinfelsen hingegen signalisieren mit Nachdruck: „Nur gucken, nicht anfassen!“ Nicht nur wegen Absturz-, sondern akuter Abrutschgefahr. Naturgesetzte verhandeln eben nicht. Bei traumhaften 24 °C Spätsommer (morgen kratzen wir an den 26 °C) war das die perfekte Generalprobe für weite Strecken. Während die Klettercrew um Moritz nach neun Stunden Granitkontakt heute Abend ins Camp zurückkehrt und morgen noch die Sandsteinfelsen unsicher macht, tanken wir hier genau die Energie auf, die man für die großen Pfade braucht.
Morgenabend geht’s mit frischem Kopf und müden Beinen zurück in die Hauptstadt.
Wie verbringt ihr den Spätsommer – Sofa oder Trail? 🥾👇
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