Gestern um 5:00 Uhr stand ich vor einer Entscheidung: 45 km Moselsteig mit 1.500 Höhenmetern Aufstieg und 15-Kilo-Rucksack – oder die Familie am Nachmittag pünktlich in Pommern in die Arme schließen?
Die Vernunft (und der Zeitplan) hat gesiegt. Also Plan B: Blitzetappe.
Statt schmaler Trailpfade gab es knapp 35 km flachen Asphalt auf dem Mosel-Radweg im Eiltempo. Links die Mosel, vor mir Cochem, Klotten und schließlich das Ziel in Pommern.
Das Ergebnis?
❌ Denkbar schlecht für die Füße.
❌ Ein Härtetest für die Moral.
✅ Aber: Zelt pünktlich aufgebaut, geduscht und ein fantastischer Nachmittag mit der Familie! Gemeinsam ging es direkt weiter nach Cochem – wunderschön, aber absolut gewaltig: Auf ca. 4.400 Einwohner kommen hier unfassbare 2,5 Millionen Touristen pro Jahr! Das spürt man in den Gassen. Nach Reichsburg, Stadtrundfahrt und Altstadt-Erkundung ging es abends müde, aber glücklich ins Zelt.
Und heute? Zurück in den Bergen! Heute Morgen ging es von Pommern nach Treis-Karden – und von dort direkt wieder hoch auf den echten Moselsteig.
Aktueller Status: 250 Meter weiter oben, Weinfreunde-Rastplatz auf dem Kompuskopf. Der Blick über die Mosel bei Sonnenaufgang ist absolut unbezahlbar. Die Züge unten im Tal sehen aus wie kleine Modelleisenbahnen. Laptop läuft, Mails werden sortiert – einen schöneren Arbeitsplatz kann man sich nicht bauen.
Das Einzige, was diesem „Outdoor-Office“ zur absoluten Perfektion noch fehlt: Ein starker, heißer Kaffee und ein frisches Buttercroissant. Falls jemand per Drohne liefern kann: Ich nehme Bestellungen an! 😉
Grüße von der Höhe (und ab dem 24.08. wieder regulär aus dem Berliner Büro)!
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